Unbegrenztes Datenvolumen – Flat ohne Drosselung?

FAQ
Handygeschwindigkeit ohne Drosselung?

Handygeschwindigkeit ohne Drosselung?

Wenn wir im Januar 2021 günstige Handytarife suchen oder auch eine Allnet-Flatrate, die unbegrenztes Datenvolumen ohne Drosselung beinhaltet, dann sehen wir schnell, dass ist nur zu einem sehr hohen Preis verfügbar, wie zum Beispiel beim Magenta Mobil Premium XL Tarif der Deutschen Telekom. Dieser Tarif kostet mal eben 200 € im Monat. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang sind auch noch die O2 Free Flatrates ab 25 € monatlich. Sie verfügen über eine sogenannte weiche Drosselung. Wenn das Inklusivvolumen aufgebraucht ist, wird immerhin nur auf 1 Mbits Geschwindigkeit gedrosselt. In der Regel reicht das noch für das mobile Internet. Selbst Videos laufen dann noch einigermaßen auf dem Handy. Die beiden genannten Tarife bilden eine Ausnahme in der großen Mobilfunk-Landschaft. Die meisten Anbieter drosseln nach einem bestimmten Volumen und dann wird nur mit zusätzlichen Kosten das Volumen erhöht. Interessant ist somit der Blick darauf, wie sich eine Drosselung vermeiden lässt und wie hier eigentlich die rechtliche Seite aussieht.

Tipp: Hier geht es zu den O2-Tarifen mit 2 bis 10 GB Datenvolumen, durch die Drosselung kein Thema mehr ist.

Gedrosselte Geschwindigkeit und nun?

Drosselung und was nun?

Drosselung und was nun?

Natürlich stellen alle Anbieter angesichts des extremen Konkurrenzdrucks immer mehr inklusives Volumen zu geringeren Preisen zur Verfügung. Dennoch müssen wir uns immer wieder mit der Drosselung der Geschwindigkeit rumschlagen. Die meisten Handytarife sind mittlerweile mit einer Internet-Flat mit klar definierten Volumen ausgestattet. Ist dies verbraucht, dann drosselt der Anbieter die Geschwindigkeit. Je nach Tarif und Anbieter wird dann auf 16 Kbits bis 64 Kbits gedrosselt. Mit dieser langsamen Geschwindigkeit lässt sich kaum noch etwas im Internet machen. Das ist besonders dann frustrierend, wenn wir für unseren Tarif einen recht hohen Betrag zahlen.

Um diesen Frust zu vermeiden – aber auch um zusätzliche Einnahmen zu generieren – haben einige Anbieter teilweise damit begonnen, eine Datenautomatik zu integrieren. Das bedeutet, dass Inklusiv-Volumen automatisch erhöht wird, wenn es sich dem Ende zuneigt. Allerdings ist dies mit Kosten verbunden. Wenn man aber einmal nicht bemerkt, dass die Handyrechnung durch die Datenautomatik steigt, dann kommt der Frust spätestens bei der monatlichen Abrechnung.

Marktführer O2 nimmt mit der Drosselung auf maximal 1 Mbits eine Vorreiterrolle ein. So kann das mobile Internet noch immer mit einer angenehmen Geschwindigkeit verwendet werden. Gerade Nutzer, die sich über starke Drosselungen oder die Datenautomatik ärgern, finden diese Lösung natürlich attraktiv. Der folgenden O2 Free 15 Tarif zum Beispiel bietet gleich 15 GB Datenvolumen, so dass es nur bei sehr anspruchsvollen Nutzern überhaupt jemals zu einer Drosselung auf 1 Mbit/s kommen wird.

Warum gibt es die Drosselung eigentlich?

Ob im D1-Netz, im D2-Netz oder im O2-Netz – wenn es sich um eine Inklusive-Flat handelt, dann liegt die Frage natürlich nahe, wieso es überhaupt zu einer Drosselung kommen kann. Die Frage ist berechtigt, die Antwort aber meist klar: Die Anbieter verdienen natürlich an den Paketen und den Zusatzbuchungen für eine höhere Geschwindigkeit. Dazu kommt jedoch auch die technische Problematik. Bisher ist es kaum möglich, allen Nutzern eine unendliche mobile Geschwindigkeit zur Verfügung zu stellen.

Drosselung

Alles so schlecht langsam hier …

Denn es ist ganz einfach so, dass die Smartphones mit einem nahe liegenden Funkmast in Verbindung treten müssen. Inzwischen ist das Netz an Funkmasten in Deutschland sehr gut ausgebaut, allerdings steigt auch die Zahl der Mobilfunk-Kunden an. Diese Kunden nutzen die Funkmasten und mit zunehmender Kundenmenge, lässt die Kapazität der Masten natürlich auch nach. Die Geschwindigkeiten müssen unter den Nutzern aufgeteilt werden. Durch die Datenpakete und die drohenden Drosselungen achten die Nutzer mehr auf ihr Surf-Verhalten. Sie schauen darauf, wo sie sich noch einschränken können und die Kapazität der Masten ist gewährleistet. Daher wird die Drosselung gehalten, um allen Nutzern ein relativ schnelles mobiles Internet zur Verfügung stellen zu können.

Die Aufteilung der Geschwindigkeit, die von einer Funkzelle zur Verfügung gestellt wird, erfolgt gleichmäßig. Bietet die Funkzelle also 200 Mbits für die mobilen Daten und greifen aus der Nähe 100 Smartphone-Nutzer auf diese Geschwindigkeit zu, dann hat jeder die Möglichkeit, für seine mobilen Daten eine Geschwindigkeit von 2 Mbits zu nutzen. Selbst dann, wenn man also einen Vertrag mit High-Speed-Internet hat, kann dieses nicht mehr gewährleistet werden. Gäbe es nun keine Drosselung, wäre die Geschwindigkeit noch geringer. Das würde nicht nur die Kunden ärgern. Die Anbieter müssten auch ihre Tarife verändern, da die hohen Geschwindigkeiten gar nicht mehr gewährleistet werden könnten.

Werben mit unbegrenztem Datenvolumen nicht erlaubt

Die Verbraucherzentrale siegt!

Wenn ein Anbieter mit unbegrenztem Datenvolumen wirbt, dann muss dies auch gewährleistet werden. Wie wir herausgefunden haben, ist solch ein Tarif bisher nur bei der Telekom möglich. Allerdings gibt es mehrere Anbieter, die dennoch mit dem unbegrenzten Datenvolumen werben. Die Anbieter geben dann im Kleingedruckten an, dass mit dieser Angabe aber nach dem Verbrauch des Volumens eine Drosselung erfolgt. Inzwischen wurde eine Klage gegen diese Vorgehensweise eingereicht. Im Detail hat der Verbraucherzentrale Bundesverband gegen E-Plus geklagt. Der Anbieter hat mit diesem Versprechen geworben und die Drosselung in seinen AGBs festgehalten. Das Landgereicht Potsdam hat dieser Klage stattgegeben. Grund dafür ist, dass die direkte Formulierung von einem unbegrenzten Datenvolumen den Verbraucher in die Irre leitet. Dieser kann davon ausgehen, dass es keine Drosselung bei seinem Tarif gibt. Auch ein Aktenzeichen ist dazu einsehbar. Dieses hat die Bezeichnung Az. 2 O 148/14. Wer also die Werbung eines Anbieters liest und erkennt, dass dieser dennoch eine Drosselung integriert hat, der kann auf die Entscheidung des Gerichts verweisen.

Leistungsstarke Handytarife machen Hoffnung

Leistungsstarke Handytarife

Leistungsstarke Handytarife auf dem Vormarsch

Wer darauf wartet, dass es irgendwann zum unbegrenzten Surfen kommt, der dürfte schon festgestellt haben, dass die Smartphone-Tarife immer mehr Leistung beinhalten. Das Datenvolumen in den Handytarifen steigt an, auch wenn hier teilweise etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden muss. Der Traum von einem Volumen ohne Begrenzung rückt damit aber in greifbare Nähe. Bisher steht die Drosselung aber immer noch über den Tarifen.

In der nächsten Zeit ist erst einmal nicht zu erwarten, dass sich daran etwas ändert. Das hängt auch mit dem Bedürfnis der Menschen zusammen, ein immer höheres Datenvolumen zu nutzen. Tendenziell wird dazu passend die Kapazität in Bezug auf die Mobilfunktechnik ausgebaut. Es dauert jedoch noch, bis diese für ein Surfen ohne Drosselung ausreicht.

High-Speed-Surfen ist nur mit Begrenzung möglich

Geteilte Geschwindigkeit - geteiltes Leid ...

Geteilte Geschwindigkeit – geteiltes Leid …

Wer also viel oder sogar ausschließlich mit dem Smartphone oder dem Tablet online gehen möchte, der wird erst einmal weiterhin die Drosselung hinnehmen müssen. Wird die Kapazität auf 64 Kbit/s gesenkt, dann ist dies immerhin noch ausreichend schnell, um wenigstens Dienste, wie den Messenger oder WhatsApp nutzen zu können. Wer also keinen dreistelligen Betrag monatlich ausgeben möchte, der muss sich mit der Drosselung arrangieren. Dabei kann es aber sinnvoll sein zu schauen, auf welche Geschwindigkeit gedrosselt wird. Gerade dann, wenn man weiterhin auf ein solides Internet angewiesen ist, bieten sich eigentlich nur die Tarife mit sanfter Drosselung von O2 an.

Wahlweise kann man auch probieren, das Datenvolumen auszuwählen, mit dem man im Monat gut auskommen kann. Im schlimmsten Fall wird das Volumen wieder nach oben angehoben, was aber mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, die den monatlichen Betrag schnell nach oben treiben können.

Mit dem gebuchten Volumen auskommen ist nicht schwer

Handytarif clever nutzen!

Handytarif clever nutzen!

Die beste Lösung, um keinen Frust bei der Drosselung verspüren zu müssen ist es, erst gar keine Drosselung zu erhalten. Das ist tatsächlich mit relativ wenig Aufwand möglich.

  • Die optimale Planung ist alles. Bereits bei der Auswahl des Tarifs ist es wichtig daran zu denken, wie hoch das Datenvolumen sein sollte. Viele Verträge haben eine Laufzeit von 24 Monaten. Für diese Zeit sollte bei diesen Verträgen dann auch geplant werden. Immerhin kann es sein, dass sich das Bedürfnis in dem Zeitraum ändert. Daher ist es immer empfehlenswert, lieber einen Tarif mit einem höheren Datenvolumen zu nutzen. Meist greifen Nutzer auf wenigstens 1 GB zurück. Am interessantesten sind allerdings monatlich kündbare Handyverträge, von denen es mittlerweile viele günstige gibt. Ändert sich unser Bedarf können wir einfach wechseln.
  • Manchmal kann es sein, dass der Datenverbrauch sehr stark schwankt. In diesem Punkt ist es hilfreich, einen Tarif zu haben, wo zu relativ günstigen Preisen das Volumen wieder erhöht werden kann, was bei monatlichen kündbaren Tarifen leicht ist.
  • Sehr gut ist es zu wissen, wie viel man überhaupt verbraucht. Nur so lässt sich auch einschätzen, was benötigt wird. Hierfür gibt es spezielle Apps, die sich einfach und schnell installieren lassen.

Einfach Hotspots nutzen!

Mit Hotspots Drosselung vermeiden

Mit Hotspots Drosselung vermeiden

Eine Möglichkeit, um eine Drosselung hinauszuzögern, ist die Nutzung von Hotspots, wo immer es möglich ist. Immer mehr Hotspots sind in den öffentlichen Bereichen zu finden und auch immer mehr Nutzer greifen darauf zurück. Wer sich noch unsicher ist, wie er herausfinden kann, wo es die Hotspots gibt, der kann auf hilfreiche Apps zurückgreifen. So gibt es für Apple und Android die WiFi Map. Diese bietet nicht nur eine solide Übersicht, sondern versorgt Interessierte sogar teilweise mit den notwendigen Passwörtern. Um die eigene Sicherheit zu gewährleisten, sollte aber nach wie vor die verschlüsselte Datenverbindung im Vordergrund stehen, damit keine anderen Nutzer auf die eigenen Daten zugreifen können.

Flexible, billige Handytarife mit 2 bis 10 GB Datenvolumen

Handytarif Tipp

Der Tipp!

Der einfachste Weg, eine Drosselung zu vermeiden, ist natürlich ausreichend Datenvolumen zu buchen und darüberhinaus die Möglichkeit, das Volumen bei Bedarf monatlich ändern zu können. Das ist zum Beispiel mit den folgenden sehr günstigen Handytarifen im O2-Netz möglich, die alle empfehlen können.

Handytarife Vergleich mit dem Tarifrechner


Der Handytarife-Rechner erlaubt uns, nach unseren eigenen Kriterien Tarife zu suchen, bis wir das passende Angebot für uns finden.

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